Fehlzeitenreport 2026: Früh ansetzen und Fehlzeiten vermeiden mit fit2work!

03.07.2026
Jedes Jahr wird in Österreich der Fehlzeitenreport präsentiert, der die Entwicklung und Struktur der Krankenstände der unselbständig Beschäftigten aus dem Vorjahr analysiert*.
Ende Juni war es wieder so weit. Der Fehlzeitenreport 2026 zeigt: zwar sind die Krankenstandstage aus 2025 im Jahresvergleich rückläufig, doch bleiben langwierige Erkrankungen – insbesondere des Muskel‑Skelett‑Apparats und psychische Belastungen – ein zentrales Problem. Denn: MSB-Erkrankungen (Muskel-Skelett-Bindegewebe) verursachen überdurchschnittlich lange Ausfallzeiten. Auch psychische Erkrankungen machen trotz geringer Fallzahlen einen hohen Anteil an Krankenstandstagen aus. Gleichzeitig sind 2025 die Kurzkrankenstände angestiegen, gemessen am Gesamtvolumen ist ihr Anteil jedoch relativ gering (10 Prozent).
Krankenstände belasten alle Beteiligten
Jeder längere Krankenstand ist sowohl für die Betroffenen als auch für Unternehmen herausfordernd: den Unternehmen entstehen hohe Kosten durch die Entgeltfortzahlung und naturgemäß sind auch die volkswirtschaftlichen Kosten enorm (zB Krankengeldzahlungen durch die Sozialversicherung, Kosten im Gesundheitssystem), hinzu kommen die persönlichen Leidensgeschichten der Erkrankten.
Zentrale Erkenntnis: Prävention
Ein wichtiges Ergebnis des Berichts ist, dass therapeutische Angebote wie Physiotherapie oder physikalische Therapie trotz Diagnose nur einen kleinen Teil der betroffenen Personen erreichen. Die frühzeitige Identifikation von körperlichen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz würden die besten Erfolgsaussichten bieten, so der Bericht. Präventive Angebote sollten daher gestärkt werden, so dass berufsbedingte Krankheiten gar nicht erst entstehen und Beschäftigte in einem gesundheitsförderlichen Umfeld arbeiten könnten.
fit2work setzt genau hier an und unterstützt Menschen im erwerbsfähigen Alter dabei, gesundheitliche Belastungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern, bevor diese zu langen Krankenständen führen. Durch kostenlose Beratung, die Vermittlung zu klinisch‑psychologischen Angeboten, physiotherapeutischen Maßnahmen und arbeitsplatzbezogenen Unterstützungsleistungen trägt fit2work dazu bei, den beiden zentralen Problemfelder des Fehlzeitenreports – MSB-Erkrankungen und psychische Belastungen – gezielt entgegen zu wirken.
Für Unternehmen bietet fit2work eine BGM‑Orientierung, die hilft, Belastungsfaktoren im Betrieb sichtbar zu machen und wirksame Maßnahmen im Sinne eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu entwickeln. Besonders relevant im Kontext der steigenden Langzeitkrankenstände ist die Unterstützung durch die fit2work-Eingliederungsberatung mit ihrem Kernstück der Wiedereingliederungsteilzeit (WIETZ): Sie ermöglicht Mitarbeitenden einen strukturierten und gesunden Wiedereinstieg nach längeren Ausfallzeiten und hilft so dabei, dass Menschen nachhaltig ihre Arbeitsfähigkeit stabilisieren können. Damit leistet fit2work einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Fehlzeiten, zur Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit und zur Entlastung von Betrieben, die laut Fehlzeitenreport weiterhin mit hohen Kosten und Fachkräftemangel konfrontiert sind.
fit2work bietet Orientierung
„Der Fehlzeitenreport macht deutlich, dass Prävention und frühzeitige Unterstützung entscheidend sind. fit2work bietet genau diese Orientierung – für Menschen, die sich belastet fühlen, und für Betriebe, die Ausfallzeiten reduzieren und gesundes Arbeiten fördern wollen,“ kommentiert Sandra Bebendorf, Projektleitung fit2work, die Ergebnisse des Reports und lädt Privatpersonen und Betriebe dazu ein, sich bei fit2work Unterstützung zu holen.
*Der Fehlzeitenreport wird jährlich vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) erstellt. Auftraggeber sind der Dachverband der Sozialversicherungsträger (DVSV), Arbeiterkammer (AK) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Kernaussagen des Fehlzeitenreports 2026 (gekürzt):
Krankenstandstage sind leicht rückläufig: Unselbständig Beschäftigte waren durchschnittlich 14,7 Kalendertage im Krankenstand – das ist ein um 2,7 Prozent niedrigerer Wert als im Jahr 2024 (15,1 Tage)
Kurzkrankenstände steigen, machen aber nur 10 % der gesamten Fehltage aus
Hohe volkswirtschaftliche Kosten: Krankenstände verursachen 6,2 Mrd. Euro direkte Kosten plus bis zu 8,8 Mrd. Euro Wertschöpfungsverluste
Geschlechterunterschiede: Frauen haben rund 10 % mehr Krankenstandstage als Männer.
Zwei Krankheitsgruppen dominieren:
-
- Atemwegserkrankungen: 43,3 % der Fälle
- Muskel‑Skelett‑Erkrankungen (MSB): 19,1 % der Krankenstandstage
MSB-Erkrankungen besonders belastend:
-
- Ein Fünftel aller Erkrankten betroffen
- Durchschnittlich 33,4 Krankenstandstage pro MSB-betroffener Person (vs. 19,3 Tage bei anderen Diagnosen).
- Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden machen rund 60 % der MSB-Fälle aus
Therapeutische Versorgung: Physiotherapie und physikalische Medizin werden von„nur einem kleinen Teil der Betroffenen“ in Anspruch genommen
Psychische Erkrankungen verursachen zwar wenige Fälle, nämlich nur 2,8 Prozent, dafür aber lange Ausfallzeiten (11,8 % der Krankenstandstage).
Lesen Sie hier die Hauptergebnisse und den ganzen Bericht:
https://www.sozialversicherung.at/cdscontent/?contentid=10007.846173















en besser mit Stress, Druck oder Veränderungen im Unternehmen umgehen und entwickeln Strategien, um Herausforderungen gesund zu bewältigen. Das Risiko für psychische und stressbedingte Erkrankungen, die mittlerweile zu den häufigsten Ursachen für Fehlzeiten gehören, wird minimiert und die Anfälligkeit für psychosomatische Beschwerden wird stark verringert.





Direkt im Anschluss an jede Infoveranstaltung besteht die Möglichkeit, direkt vor Ort einen BGM-Check zu absolvieren. Dabei handelt es sich um einen online Fragebogen, der den Status quo des Unternehmens in Bezug auf BGM beleuchtet und als Grundlage für ein anschließendes Beratungsgespräch dient. Wenn es die Zeit vor Ort nicht zulässt, kommen die Beraterinnen und Berater der BGM-Orientierung natürlich auch gerne in Ihr Unternehmen oder vereinbaren einen Online-Termin mit Ihnen, um eine BGM-Standortbestimmung samt BGM-Check gemeinsam mit Ihnen durchzuführen.
hrer BGM-Standortbestimmung:



























Busse im Rahmen der österreichweiten Tour Halt machen. Interessierte haben die Möglichkeit, sich vor Ort bei unserem Team der Personen- und Betriebsberatung kostenlos über das Angebot von fit2work zu informieren.
Diesen Herbst ist die Chance, dass Sie einen unserer Busse im öffentlichen Raum entdecken, besonders hoch: von Mitte September bis Ende November findet die fit2work-Bustour mit rund 40 Terminen in ganz Österreich statt. Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich über fit2work! Falls Sie möchten, ist es auch möglich, direkt im Bus ein Erstberatungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Natürlich stellen Ihnen unsere Beraterinnen und Berater vor Ort auch gerne Informationsmaterial zur Verfügung.
Der Auf- oder Ausbau eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) ist das Kernstück der fit2work-Betriebsberatung. Durch eine offene und unterstützende Unternehmenskultur im Umgang mit dem Thema Sucht, zeigt das Unternehmen, dass Gesundheit und Arbeitsfähigkeit innerbetrieblich einen hohen Stellenwert einnehmen.
Der Projektleiter Herr U. litt an Alkoholsucht. Es folgte ein Langzeitkrankenstand, in dem ein Entzug und anschließend eine REHA stattfanden. Die BEM-Beauftragte des Unternehmens nahm die WIETZ von Herrn U. zum Anlass, mit ihm gemeinsam diejenigen Situationen zu analysieren, die in seinem Arbeitsalltag das Bedürfnis nach Alkohol förderten. Als Ergebnis wurde Herrn U. ein zweiter Projektleiter zur Seite gestellt, der ihn in herausfordernden Arbeitssituationen unterstützte und mit dem Mitarbeiter gemeinsam Entscheidungen traf. Am Ende der WIETZ konnte Herr U. wieder die volle Verantwortung übernehmen.







Einen ausführlichen Einblick in die fit2work Personenberatung gaben zwei ehemalige Klientinnen. Beide Klientinnen schilderten ihre Krankheitsgeschichten und wie sie das Angebot von fit2work für sich und ihre damalige Lebenssituation optimal nutzen konnten – um schlussendlich wieder arbeitsfähig zu werden. Ergänzt wurde diese Perspektive von Alexander Burger, Case Manager bei fit2work Wien, der aus dem Beratungsalltag der Beraterinnen und Berater berichtete.
Themenblock mit Ausführungen zu den Besonderheiten und aktuellen Schwerpunkten der aktuellen fit2work Programmperiode 2020-2024 ab.





Gemeinsam mit Geschäftsleitung und Team konnten unter Anleitung der fit2work-Beraterin Irmgard Prosinger zahlreiche Maßnahmen – in Anlehnung an das Haus der Arbeitsfähigkeit (siehe Grafik) – definiert und umgesetzt werden. Demnach erfolgte auch die Implementierung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) und die Benennung einer fit2work-Beauftragten, eine Ansprechperson aus der Belegschaft, die sich gezielt um die Früherkennung von Belastungen und die Begleitung bei Wiedereingliederung nach längeren Krankenständen kümmert.





In diesem Interview hören Sie, welche Herausforderungen Long Covid aktuell für die Arbeitswelt mit sich bringt – für Betroffene und deren Angehörige, Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Weiters werden folgende Fragen diskutiert: welche Art der Hilfestellung bietet fit2work? Welche speziellen Herausforderungen bei dieser Gruppe an Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern ergeben sich in der Arbeit von fit2work? Wie können Betriebe unterstützt werden, die Long-Covid-Patientinnen und -Patienten in der Belegschaft haben? Welche Fragen sind in Bezug auf Long Covid am Arbeitsplatz für die beiden Interview-Partnerinnen derzeit am dringlichsten zu behandeln?
fit2work-Beauftragte? Wie geht das? Im Rahmen der Betriebsberatung durch fit2work bildet das Team von fit2work nach der Analysephase in Ihrem Unternehmen eine zentrale Ansprechperson für Gesundheitsfragen aus: eine oder einen fit2work-Beauftragte/n. Die nominierte Person nimmt sodann eine Schlüsselposition im Unternehmen ein und fungiert als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner innerhalb der Belegschaft zu allen Gesundheitsfragen und zu Themen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM). Das Ziel ist stets die Erhöhung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.











So wie Herr Reiter (Name von der Redaktion geändert), 58 Jahre alt, Büroangestellter und überwiegend in sitzender Tätigkeit arbeitend. Er kämpfte mit starker Gewichtszunahme, die ihn auch psychisch belastete und darüber hinaus mit berufs- und altersbedingten Rückenschmerzen, als er sich an fit2work wandte. Gemeinsam mit seiner Beraterin erarbeiteten sie für ihn maßgeschneiderte Schritte. Schließlich nahm er am Programm der ÖGK zur Gewichtsreduktion teil und absolvierte dort ein individuell zugeschnittenes Muskelaufbau- und Krafttraining. Weiters konnte Herr Reiter einige Einheiten zur psychischen Entlastung in Anspruch nehmen und mit seiner Beraterin Strategien besprechen, um sich Auszeiten zu nehmen – etwa in Form von regelmäßigen Spaziergängen oder Radfahren. „fit2work kann Kundinnen und Kunden die richtige Hilfestellung geben, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen – mit der Hilfe von Case Managerinnen und -managern, Arbeitsmedizinerinnen und -medizinern, Arbeitspsychologinnen- und -psychologen und Betriebsberaterinnen und Betriebsberatern“, so Gerlinde Braumiller, Gesamtprojektleiterin fit2work in Salzburg, Tirol und Vorarlberg, über die Zielsetzung von fit2work.
