Schrittweise zurück in den Job: Die wichtigsten Fakten zur WIETZ

14.01.2026
Ein längerer Krankenstand bedeutet oft eine große Belastung – für Betroffene ebenso wie für Betriebe. Die Wiedereingliederungsteilzeit (WIETZ) bietet hier eine wertvolle Möglichkeit, den Weg zurück in den Beruf schonend und gut geplant zu gestalten. Mit reduzierter Arbeitszeit und professioneller Unterstützung durch fit2work gelingt der Wiedereinstieg oft deutlich stabiler und nachhaltiger!
Sowohl Personen als auch Betriebe können sich bei fit2work kostenfrei zu diesem Thema beraten lassen. Personen erhalten bei fit2work Begleitung in Form einer persönlichen (oder virtuellen) Beratung, in der individuelle Fragen zur WIETZ geklärt werden. Weiters organisiert fit2work den für eine WIETZ notwendigen Termin bei der Arbeitsmedizin, sofern es im Unternehmen keine:n eigene:n Betriebsarzt oder -ärztin gibt.
Für Betriebe gilt bei der Wiedereingliederung: holen Sie sich Unterstützung bei der fit2work-Eingliederunsberatung! Das Team von fit2work berät Betriebe konkret bei der Wiedereingliederung von gesundheitlich beeinträchtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und baut mit Ihnen gemeinsam ein nachhaltiges betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) auf! Ein funktionierendes BEM schafft ideale Voraussetzungen dafür, dass Wiedereingliederungen gut gelingen. Wenn Betriebe gesundheitliche Belastungen frühzeitig erkennen, Abläufe klar geregelt sind und Beschäftigte wissen, an wen sie sich wenden können, wird der Weg zurück in den Arbeitsalltag deutlich leichter.
Generell empfehlen wir Unternehmen, ein eigenes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufzubauen – auch hier unterstützt fit2work Sie kostenlos!
Warum? Ein gut etabliertes BGM stärkt die Kommunikation zwischen Unternehmen und Beschäftigten und sorgt dafür, dass passende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Genau hier setzt das fit2work-Angebot BGM-Orientierung an: Es unterstützt Unternehmen dabei, ein wirksames BGM aufzubauen oder den aktuellen Stand systematisch zu erheben – kostenlos und praxisnah!
Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen zur Wiedereingliederungsteilzeit auf einen Blick.
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Wie lange dauert eine Wiedereingliederungsteilzeit?
Die WIETZ kann bis zu sechs Monate dauern und bei Bedarf um weitere drei Monate verlängert werden. Für eine Verlängerung braucht es erneut eine Beratung bei fit2work, eine arbeitsmedizinische Abklärung sowie die Zustimmung der zuständigen Krankenkasse.
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Wie läuft der Prozess ab?
Der Weg zur WIETZ ist für Personen klar strukturiert, Betriebe können sich Informationen bei unserem Team der Eingliederungsberatung holen. Für Personen:
- Erstberatung: Terminvereinbarung über die fit2work-Hotline (0800 500 118).
- Planung: In der Beratung werden Dauer und Arbeitszeitphasen gemeinsam zwischen Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer und dem Betrieb geplant – immer einvernehmlich. Die fit2work-Beratung unterstützt bei diesem Prozess.
- Arbeitsmedizinische Abklärung: Entweder über die betriebliche Arbeitsmedizin im Unternehmen oder über fit2work.
- Einreichung: Die betroffene Person reicht den Antrag selbst bei der Krankenkasse ein und fit2work gibt konkrete Informationen dazu mit – damit der Antrag rasch und erfolgreich bearbeitet werden kann.
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Wer kann eine WIETZ in Anspruch nehmen?
Voraussetzungen sind:
- ein Krankenstand von mindestens sechs Wochen
- Antritt innerhalb von 30 Tagen nach Beendigung des Krankenstandes
- Arbeitgeber stimmt zu
- ein aufrechtes Dienstverhältnis seit mindestens drei Monaten
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Was ist bei der Gestaltung der Arbeitszeit wichtig?
Die Arbeitszeit wird für die Dauer der WIETZ um 25–50 % reduziert, mindestens jedoch auf 12 Stunden pro Woche. Die geleisteten Stunden bezahlt der Betrieb, für die reduzierten Stunden übernimmt die zuständige Krankenkasse Wiedereingliederungsgeld.
Weiters ist gut zu wissen: Urlaub, Reha oder ein erneuter Krankenstand sind während der WIETZ möglich. Das 13. und 14. Gehalt werden aliquot berechnet, für die Pension zählt weiterhin die Normalarbeitszeit. Achtung: Es kann im Folgejahr zu einer Steuernachzahlung kommen, weil Entgelt und Wiedereingliederungsgeld von getrennten Stellen ausgezahlt werden.
5. Was müssen Betriebe beachten?
- Während der WIETZ dürfen keine Überstunden geleistet werden
- Betriebe zahlen nur die tatsächlich vereinbarte Arbeitszeit
- Gesundheitsdaten werden aus Datenschutzgründen nicht an die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber weitergegeben.
Unternehmen können sich jederzeit an fit2work wenden, wenn Fragen auftauchen oder Unsicherheiten bestehen
6. Warum lohnt sich die Unterstützung durch fit2work?
Viele Beschäftigte kennen die WIETZ nicht oder fühlen sich unsicher im Umgang mit Anträgen und Abläufen. fit2work begleitet Betroffene und Betriebe durch den gesamten Prozess, klärt Fragen und hilft bei der Planung eines realistischen Wiedereinstiegs.
7. Wie profitieren Beschäftigte und Betriebe?
Für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen bedeutet die WIETZ einen sanften, gut abgestimmten Wiedereinstieg; weniger Risiko einer Überforderung oder eines erneuten Krankenstands und natürlich mehr Raum für gesundheitliche Maßnahmen wie ambulante REHA oder diverse Therapien. Für Betriebe bringt sie geringere Lohnkosten während der WIETZ, eine bessere Planbarkeit durch klare Wiedereinstiegsphasen und eine höhere Zufriedenheit und langfristige Bindung von Fachkräften.
Weitere Infos auch hier: Wiedereingliederungsteilzeitgesetz (WIETZ)






en besser mit Stress, Druck oder Veränderungen im Unternehmen umgehen und entwickeln Strategien, um Herausforderungen gesund zu bewältigen. Das Risiko für psychische und stressbedingte Erkrankungen, die mittlerweile zu den häufigsten Ursachen für Fehlzeiten gehören, wird minimiert und die Anfälligkeit für psychosomatische Beschwerden wird stark verringert.





Direkt im Anschluss an jede Infoveranstaltung besteht die Möglichkeit, direkt vor Ort einen BGM-Check zu absolvieren. Dabei handelt es sich um einen online Fragebogen, der den Status quo des Unternehmens in Bezug auf BGM beleuchtet und als Grundlage für ein anschließendes Beratungsgespräch dient. Wenn es die Zeit vor Ort nicht zulässt, kommen die Beraterinnen und Berater der BGM-Orientierung natürlich auch gerne in Ihr Unternehmen oder vereinbaren einen Online-Termin mit Ihnen, um eine BGM-Standortbestimmung samt BGM-Check gemeinsam mit Ihnen durchzuführen.
hrer BGM-Standortbestimmung:


























Busse im Rahmen der österreichweiten Tour Halt machen. Interessierte haben die Möglichkeit, sich vor Ort bei unserem Team der Personen- und Betriebsberatung kostenlos über das Angebot von fit2work zu informieren.
Diesen Herbst ist die Chance, dass Sie einen unserer Busse im öffentlichen Raum entdecken, besonders hoch: von Mitte September bis Ende November findet die fit2work-Bustour mit rund 40 Terminen in ganz Österreich statt. Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich über fit2work! Falls Sie möchten, ist es auch möglich, direkt im Bus ein Erstberatungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Natürlich stellen Ihnen unsere Beraterinnen und Berater vor Ort auch gerne Informationsmaterial zur Verfügung.
Der Auf- oder Ausbau eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) ist das Kernstück der fit2work-Betriebsberatung. Durch eine offene und unterstützende Unternehmenskultur im Umgang mit dem Thema Sucht, zeigt das Unternehmen, dass Gesundheit und Arbeitsfähigkeit innerbetrieblich einen hohen Stellenwert einnehmen.
Der Projektleiter Herr U. litt an Alkoholsucht. Es folgte ein Langzeitkrankenstand, in dem ein Entzug und anschließend eine REHA stattfanden. Die BEM-Beauftragte des Unternehmens nahm die WIETZ von Herrn U. zum Anlass, mit ihm gemeinsam diejenigen Situationen zu analysieren, die in seinem Arbeitsalltag das Bedürfnis nach Alkohol förderten. Als Ergebnis wurde Herrn U. ein zweiter Projektleiter zur Seite gestellt, der ihn in herausfordernden Arbeitssituationen unterstützte und mit dem Mitarbeiter gemeinsam Entscheidungen traf. Am Ende der WIETZ konnte Herr U. wieder die volle Verantwortung übernehmen.







Einen ausführlichen Einblick in die fit2work Personenberatung gaben zwei ehemalige Klientinnen. Beide Klientinnen schilderten ihre Krankheitsgeschichten und wie sie das Angebot von fit2work für sich und ihre damalige Lebenssituation optimal nutzen konnten – um schlussendlich wieder arbeitsfähig zu werden. Ergänzt wurde diese Perspektive von Alexander Burger, Case Manager bei fit2work Wien, der aus dem Beratungsalltag der Beraterinnen und Berater berichtete.
Themenblock mit Ausführungen zu den Besonderheiten und aktuellen Schwerpunkten der aktuellen fit2work Programmperiode 2020-2024 ab.





Gemeinsam mit Geschäftsleitung und Team konnten unter Anleitung der fit2work-Beraterin Irmgard Prosinger zahlreiche Maßnahmen – in Anlehnung an das Haus der Arbeitsfähigkeit (siehe Grafik) – definiert und umgesetzt werden. Demnach erfolgte auch die Implementierung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) und die Benennung einer fit2work-Beauftragten, eine Ansprechperson aus der Belegschaft, die sich gezielt um die Früherkennung von Belastungen und die Begleitung bei Wiedereingliederung nach längeren Krankenständen kümmert.





In diesem Interview hören Sie, welche Herausforderungen Long Covid aktuell für die Arbeitswelt mit sich bringt – für Betroffene und deren Angehörige, Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Weiters werden folgende Fragen diskutiert: welche Art der Hilfestellung bietet fit2work? Welche speziellen Herausforderungen bei dieser Gruppe an Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern ergeben sich in der Arbeit von fit2work? Wie können Betriebe unterstützt werden, die Long-Covid-Patientinnen und -Patienten in der Belegschaft haben? Welche Fragen sind in Bezug auf Long Covid am Arbeitsplatz für die beiden Interview-Partnerinnen derzeit am dringlichsten zu behandeln?
fit2work-Beauftragte? Wie geht das? Im Rahmen der Betriebsberatung durch fit2work bildet das Team von fit2work nach der Analysephase in Ihrem Unternehmen eine zentrale Ansprechperson für Gesundheitsfragen aus: eine oder einen fit2work-Beauftragte/n. Die nominierte Person nimmt sodann eine Schlüsselposition im Unternehmen ein und fungiert als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner innerhalb der Belegschaft zu allen Gesundheitsfragen und zu Themen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM). Das Ziel ist stets die Erhöhung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.












So wie Herr Reiter (Name von der Redaktion geändert), 58 Jahre alt, Büroangestellter und überwiegend in sitzender Tätigkeit arbeitend. Er kämpfte mit starker Gewichtszunahme, die ihn auch psychisch belastete und darüber hinaus mit berufs- und altersbedingten Rückenschmerzen, als er sich an fit2work wandte. Gemeinsam mit seiner Beraterin erarbeiteten sie für ihn maßgeschneiderte Schritte. Schließlich nahm er am Programm der ÖGK zur Gewichtsreduktion teil und absolvierte dort ein individuell zugeschnittenes Muskelaufbau- und Krafttraining. Weiters konnte Herr Reiter einige Einheiten zur psychischen Entlastung in Anspruch nehmen und mit seiner Beraterin Strategien besprechen, um sich Auszeiten zu nehmen – etwa in Form von regelmäßigen Spaziergängen oder Radfahren. „fit2work kann Kundinnen und Kunden die richtige Hilfestellung geben, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen – mit der Hilfe von Case Managerinnen und -managern, Arbeitsmedizinerinnen und -medizinern, Arbeitspsychologinnen- und -psychologen und Betriebsberaterinnen und Betriebsberatern“, so Gerlinde Braumiller, Gesamtprojektleiterin fit2work in Salzburg, Tirol und Vorarlberg, über die Zielsetzung von fit2work.
